Du kennst das Bild: die Kerze brennt nur noch in der Mitte, links und rechts bleibt ein dicker Wachsrand stehen. Das nennt man Tunneling – und es ist fast immer vermeidbar.
Was beim Tunneling passiert
Wachs hat ein Gedächtnis. Der Durchmesser, bis zu dem die Oberfläche beim allerersten Anzünden flüssig wird, bleibt für den Rest des Kerzenlebens bestehen. Wird sie beim ersten Mal nicht komplett flüssig, brennt die Kerze für immer nur in diesem schmaleren Kreis weiter.
Fehler 1 – Beim ersten Mal zu kurz angezündet
Mit Abstand der häufigste Grund. Die Kerze muss beim ersten Anzünden so lange brennen, bis die gesamte Oberfläche bis zum Glasrand flüssig ist. Bei unseren Editionen sind das 2–3 Stunden.
Fehler 2 – Docht nicht gekürzt
Ein zu langer Docht erzeugt eine große, unruhige Flamme, die Wärme ungleichmäßig abgibt. Kürze den Docht vor jedem Anzünden auf etwa 5 Millimeter.
Fehler 3 – Zugluft
Ein offenes Fenster oder eine Klimaanlage lässt die Flamme seitlich flackern statt gerade zu brennen. Eine Seite schmilzt schneller als die andere.
Fehler 4 – Jedes Mal zu früh gelöscht
Auch nach dem ersten Mal gilt: nicht löschen, solange die Oberfläche nicht komplett flüssig ist. Sonst entsteht bei jeder Anzündung ein neuer kleiner Rand.
Fehler 5 – Falscher Standort
Zugluft von Heizung oder Fenster wirkt stärker, als man denkt. Ein ruhiger Platz macht oft den größten Unterschied.
Schon ein Tunnel – kann ich das retten?
Teilweise. Wickle die Kerze für einige Minuten mit Alufolie ein, oben offen lassen, und lass sie brennen. Die eingeschlossene Wärme hilft, den Rand mit abzuschmelzen. Bei sehr ausgeprägtem Tunnel kommt nicht alles zurück, aber es verbessert sich spürbar.
Unsere Sojawachskerzen mit 40–42 Stunden Brenndauer findest du hier.



